Zwei Monate Sonne, Hitze, Trockenheit mit Waldbrandgefahr…wir stellten uns auf ein heißes Wochenende ein. Alles wurde gut geplant und vorbereitet und dann kam es anders als erwartet.
Die Wettervorhersage sagte Regen und Gewitter vorher. Noch waren wir nicht überzeugt davon und bereiteten alles für unser großes Sommerfest vor. Wir stellten die Pavillons auf, hängten Lichterketten und Lampions auf und stellten die Biertische raus auf die Wiese. Schon fielen die ersten Regentropfen.
Unser geplantes Bogenschießen am Nachmittag fiel somit ins Wasser. Eine kleine Regenpause nutzen wir, um die Zelte aufzubauen. Gerade hatten wir mit dem Aufbau begonnen fielen wieder die ersten Regentropfen und steigerten sich bis zum Regenguss. Schnell versuchten wir noch die Zelte aufzustellen doch am Ende waren wir patschnass.
Trotz des Regenschauers blieb die Stimmung fröhlich. Manche erlernten wie man eine Bogensehne anfertigt, andere erzählten gemeinsam und dann beschlossen wir vorzeitig zu Grillen. Dank unseres professionellen Grillmeisters Detlev, den vielen leckeren Salat- und Baguette-Spenden hatten wir ein leckeres Abendessen.
Endlich hörte der Regen auf und wir konnten einen Durchgang bei Tageslicht schießen. Anschließend bauten wir die Strahler vor den Bogenscheiben auf, um die Scheiben fürs Nachtturnier beleuchten zu können. Gegen 22 Uhr starteten wir unseren zweiten Durchgang diesmal als Nachtschießen. Im Dunkeln an der Schießlinie mussten wir die Pfeilnocken erfühlen und an der richtigen Position in die Sehne einnocken. Hier war Fingerspitzengefühl angesagt. Die Pfeile flogen wild auf und neben die Scheibe, steckten mal im Holz und überraschend auch im Gold und es wurde viel gelacht. Es war eine schöne Erfahrung gemeinsam bei Nacht zu schießen. Nach einer kleinen Siegerehrung für die besten 3 Schützen, die dem Wetter trotzten und durchgehalten haben verabschiedeten sich die Mitglieder, die den Schlaf zuhause bevorzugten.
Da nun das meiste Holz durch den überraschenden Regen nass und für unser Lagerfeuer nicht mehr geeignet war, zersägten wir kurzerhand einen alten Scheibenbock. Gemütlich saßen wir um unsere Feuerschale bis mal wieder der nächste Regenschauer einsetzte. Spontan holten wir ein paar Regenschirme heraus und ließen und nicht von unserem Lagerfeuer vertreiben. Ein tolles Sommerfest ging zu Ende, wir wanderten in unsere Zelte und schliefen mit dem Rauschen der Blätter und dem Prasseln des Regens ein.

































