Am 08.08.2026 machten sich einige jugendliche Bogenschütz:innen mit ihren Betreuern Thorsten und Ben von unserem Verein und Sven als Kreisjugendleiter von SC Waidmansheil Mainz auf den Weg, um Zielscheiben mit 3D-Objekten zu tauschen. Die bunt gemischte Gruppe setzte sich aus Teilnehmenden von unserem Verein und aus Bogenvereinen aus Alzey und Mainz zusammen. Morgens ging es mit dem Auto mit viel Neugier und Enthusiasmus los Richtung Bad Kreuznach. Mit Spannung wurde dem „etwas anderen Bogenschießen“ entgegengefiebert. Das Wetter war sehr sommerlich mit hohen Temperaturen. Doch der Parcours befindet sich im Wald und bot allen Teilnehmenden eine willkommene schattige Kühle.
Vor Ort angekommen wurden sie von 2 fachkundigen Bogenschütz:innen von der TSG Schwabenheim erwartet, die eine kurze Einweisung gaben und die wichtigsten Regeln verkündeten. Dabei wurde auch das mitgebrachte Material durchgeschaut, ob alles in technisch einwandfreiem Zustand war. Aufgeteilt in 2 Gruppen ging es, ausgestattet mit Recurve- und Blankbogen, in den Wald auf die Suche nach Objekten, die es zu treffen galt. Jedes einzelne Objekt barg eine besondere Herausforderung: ob gut getarnte Hasen, große Hirsche, Bären, 2 überdimensionale Wespen, ein im Baum hängender Uhu, Ziele, bei denen die Pfeile durch ausgehöhlte Baumstämme fliegen mussten, alles wartete darauf, von Pfeil und Bogen „erlegt“ zu werden. Ein besonderes Highlight bot auch ein Wildschwein, dass mittels Seilwinde in Bewegung gesetzt wurde. Das erforderte eine extrem schnelle Reaktion, um nicht anschließend die Pfeile im Gebüsch suchen zu müssen. Beim Treffen der Objekte zählt nicht nur ein Treffer an sich. Das Ziel ist es, möglichst viele Punkte zu sammeln, in dem man das aufgemalte Skill – ein markierter kleinerer Bereich auf dem Tier – trifft.
Um einen Schuss abgeben zu können, muss der Bogenschütze oder die Bogenschützin einen Fuß direkt an einen gesetzten Pflock anstellen, maximal aber 50 cm vom Pflock entfernt. Die Distanz zum Objekt muss dabei geschätzt werden, um den Bogen dann entsprechend zu halten bzw. das Visier – sofern vorhanden – einzustellen. Nicht zu vergessen, dass die Stelle, von der geschossen wurde, nicht immer ebener Waldboden bedeutete, sondern z. Bsp. auch Baumstümpfe, auf die man sich stellen musste. Kopfzerbrechen brachten auch Ziele mit sich, die sich steil bergauf oder bergab befanden.
Es verlangte allen Teilnehmenden Konzentration und Geschicklichkeit ab. Dennoch tat all das dem Spaß und dem einmaligen Erlebnis keinen Abbruch. Selbst verschossene Pfeile wurden mit viel Humor hingenommen. Am Ende des Parcours waren alle total begeistert und würden gerne wiederkommen. Thorsten zieht es sogar in Erwägung, einmal ein richtiges 3D-Turnier mitzumachen.
Obwohl sich die Teilnehmenden nicht alle kannten, hatten sie sehr viel Spaß miteinander und konnten sich auch über das Bogenschießen und ihre bisherigen Erfahrungen austauschen. Da es einige 3D-Parours in erreichbarer Nähe gibt, ist es von Ben angedacht, im nächsten Jahr im Rahmen eines Sommercamps, wieder mit vielleicht noch mehr Teilnehmenden, einen Parcours mit Pfeil und Bogen zu durchlaufen. Wer schon jetzt Interesse hat, meldet sich gerne bei Ben, Thorsten oder Martina, die gerne Auskunft geben.










