Die Finals 2026

Silber für den BSC – eine außergewöhnliche Erfahrung

Mit großer Freude haben wir – das sind Andrea Sommer und Thomas Siegrist – uns für die diesjährigen Deutschen Meisterschaften im Mixed-Team-Wettkampf im Rahmen von „Die Finals 2026“ in Hannover qualifiziert. Mit guter Vorbereitung, aber dennoch großen Zweifeln angesichts der angekündigten Wetterlage, nahmen wir die Herausforderung am 23. Juli an. Das Wettkampffeld entpuppte sich als großer, asphaltierter Parkplatz, den die Organisatoren mit grünen Teppichbahnen aufzuhübschen versuchten. Die Wetterbedingungen waren für Bogenschützen alles andere als gut: heftige Windböen und eher herbstliche Temperaturen. Also waren starke Nerven und höchste Konzentration gefragt, als es um 08:30 Uhr mit dem Wettkampf losging.

Im Mixed-Team-Wettbewerb bilden jeweils eine Schützin und ein Schütze ein Team, wobei insgesamt 28 Teams an den Start gingen. Geschossen wurden in der Vorrunde 2 x 36 Pfeile auf 60 m. Andrea trotzte mit ihrer langjährigen Erfahrung den Bedingungen und erzielte in der Vorrunde das höchste Einzelergebnis, wohingegen Thomas mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte.

Nach der Vorrunde erreichten wir einen guten 10. Platz und qualifizierten uns somit für die Finalrunden im k.o.-System. Vom 1/8-Finale bis zum Goldfinale war der Weg für unser Team relativ komfortabel und problemlos mit zwei 5:3- und einem 6:0 Sieg. Im Goldfinale hatten wir lange Zeit die Oberhand, vergaben dann aber im Stechen die Siegchance. Wenn im K.o.-System nach 3 Passen ein Gleichstand von 4:4 besteht, kommt es zum sogenannten Stechen. Hierbei schießt jede:r des Teams nur 1 Pfeil. Das bessere Team gewinnt. In unserem Fall erreichten wir wieder einen Gleichstand, wobei unsere 8 gerade einmal 1,5 cm weiter vom Gold entfernt war als die 8 des gegnerischen Teams.

Die Freude über die gewonnene Silbermedaille war dennoch riesig groß. Auch wird uns der Tag noch lange in Erinnerung bleiben, da wir zuvor noch nie die Chance hatten, einen solchen Wettkampf bestreiten zu dürfen. Das System der Finalrunden war für uns neu. Es war auch eine neue Erfahrung, im Goldfinale der Magnet der Zuschauenden zu sein, wobei immer nur ein Schütze oder eine Schützin der Teams an der Startlinie steht. Hier gilt es, den Fokus einzig und allein auf das eigene Schießen zu richten und das „Drumherum“ möglichst nicht mehr wahrzunehmen. Dieser Wettkampf hat uns enorm viel Spaß gemacht und uns beflügelt, uns im nächsten Jahr wieder zu qualifizieren. Es ist immer wieder bereichernd, sich mit anderen Schützen und Schützinnen austauschen zu können und zu erfahren, dass alle in einem Boot sitzen und sich den gegebenen Bedingungen stellen müssen.